Mein Zehnter zum Zehnten der Biennale
Zehn ist meine Lieblingszahl. Das kleine Pferd mit der Nummer 10 auf dem Rücken hat mir zu einem glücklichen Sieg beim Rennen auf dem Rummel meiner Heimatstadt verholfen. Es war aus Plastik und hat sich immer dann ruckelnd auf der Bahn vorwärts bewegt, wenn ich vom Rand der Kirmesbude eine der Kugeln in die davor vorgesehenen Löcher versenken konnte. Dieses Spiel habe ich bei all den Jahrmarktbesuchen nur einmal gewonnen – und eben mit der Nummer 10. Die Zahl Zehn weckt aber nicht nur deshalb gute Erinnerungen in mir. Als ich zehn Jahre alt war, haben meine beste Freundin und ich zusammen mit vielen Kindern aus der Nachbarschaft eine Zirkusvorstellung organisiert. Die verschiedenen Nummern haben wir lange geprobt: Jonglieren, Trampolinspringen oder Zaubern. Unsere Eltern haben die eigens gebastelten Eintrittskarten gekauft, es gab Musik, Getränke und Snacks in der Pause, kurz: es war ein voller Erfolg!
Zirkusartistin bin ich nicht geworden. Aber vielleicht hat einiges von dem, was ich bei unserer Aufführung erlebt und empfunden habe, mein Interesse fürs Theater geweckt: Spannung, (Vor-) Freude, Glück und das großartige Gefühl, das man nach einer gelungenen Vorstellung mit nach Hause nimmt. Meine Freundin, in deren Haus wir aufgetreten sind, hat übrigens in der Hausnummer 10 gewohnt.

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Ein charmanter Geburtstagsbeitrag! Hoffentlich haben Sie damals noch nicht das lähmende Gefühl der Leere kennengelernt, das man nach einer weniger gelungenen Vorstellung mit nach Hause nimmt.. (zb die Marine Parade Premiere gestern…)