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Acht von Zehn


Mein Zehnter zum Zehnten der Biennale

Happy-Birthday-Girlanden, Erdbeerkuchen und eine elternüberfordernde Riesenhorde kreischender Mädchen, so sahen eigentlich alle meine Geburtstage aus. Aber zum Zehnten bekam ich ein besonderes Geschenk. Wir waren gerade in ein neues Haus gezogen und der Beton der noch unfertigen Terrasse nicht ganz getrocknet – ich durfte mich verewigen. Fühlte sich an wie fester Schlamm, der Beton, in den ich meine Hände drückte und krakelig, aber lesbar meinen Namen schrieb: JUDITH. An die Zukunft habe ich dabei nicht gedacht, nur den Moment genossen, die Julisonne und den Erdbeerkuchen, und mich gefühlt, als könnte ich die ganze Welt erobern und jedem Ort einen kleinen Stempel von mir aufdrücken, ein Stück von mir da lassen, aber auch etwas aus der Fremde mitnehmen. Und ist es nicht genau das, was NEUE STÜCKE AUS EUROPA in diesem Jubiläumsjahr feiert? Das Festival ist gewachsen, es lebt in und von der Gegenwart, bereichert Wiesbaden und Mainz um tiefe Einblicke in seine Gastländer – und hat dort sicherlich auch seine Spuren hinterlassen.

2 Comments to “Acht von Zehn”

  1. avatar Bruno says:

    OK, überzeugt: Man kann auch die Kurve zum Theater elegant kratzen und persönlich UND biennalisch gratulieren!

  2. avatar Sibu says:

    <3

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