Kritikertäschchen

Papier: Zum Mitschreiben im Dunkeln. Immer nötig. Auch wenn man das, was man fast blind irgendwo hingekritzelt hat, später ohnehin nicht mehr lesen kann.
Für Solidarisierung der Kritiker untereinander unablässig.
Eindeutigstes Erkennungsmerkmal.

Stift: Die Waffe des Kritikers. Immer im Zehnerpack dabei, damit eine Entwaffnung ausgeschlossen ist.

Büroklammer: Zur Gewährleistung der kritisch hochgezogenen Augenbraue.

Taschentücher: Für bewegende Momente.

Sonnenbrille: Zur Rufwahrung des rationalen Kritikers nach bewegenden Momenten.

Aufnahmegerät: Zum Mitschneiden absolut genialer Theaterszenen, die man immer und immer wieder hören will.

Raumspray: Wird immer nötiger bei Regisseuren, die glauben, ihr Publikum auch olfaktorisch beglücken zu müssen, siehe auch “Rumänien! Küss mich”, “Kreise/Fiktionen”.

Pfefferspray: Gegen allzu aufdringliche Autoren, Schauspieler und ja, natürlich auch, wir sind bescheiden, unsere Fans, die uns auflauern, weil wir so wichtig sind für diese Welt.

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