Manchmal ist es schwer, Norweger zu sein. Dabei ist Norwegen wahrscheinlich das einzige Land in Europa, das zurzeit keine Schuldenprobleme hat, dessen Geldproblem im Gegenteil einzig darin besteht, zu viel davon zu haben und keinen politischen Schneid, es vernünftig einzusetzen, aber… Ich sage aber. Es gibt immer ein Aber. Und das Aber hat oft etwas mit Identität zu tun. (more…)
Archive for May, 2012
Sometimes it is hard to be a Norwegian. But, Norway is probably the only country in Europe which doesn’t have a substantial debt problem at the moment, or at least the only country whose cash problem is to have too much cash and no political guts to use it sensibly, but. I say but. There’s always a but. And the but is often connected to something with identity. Who the fuck wants a Norwegian identity? (more…)
in Gedanken ganz woanders. Mich zu konzentrieren, fällt mir schwer. Ich halte oft weniger als fünf Minuten still, und wenn meine Aufmerksamkeit dann auch noch auf nur einer Sache ruhen soll, bin ich maßlos überfordert. Die Konsequenz: Ich schiebe auf, vergesse und verdränge. Selbst dieser Text entsteht mal wieder viel später als er sollte. Und dann auch noch nachts. Das ist nämlich die zweite Konsequenz: (more…)
diese drei … hängen, wenn auch nicht gerade drohend, dann doch ziemlich fordernd über diesem Text und summen in meinen Ohren zusammen mit den Wortbrocken LIEBSTEN. BIN. ICH. ein Lied der Brüchigkeit von Ichsen. Nichtsdestotrotz schwinge ich mich auf, und lasse mich ins Vorläufige und Unvollständige plumpsen: (more…)
New ideas will not emerge in theatres where the audience is dressed in finery and doesn’t wish to be touched by anything.
The theatre director, as the one who chiefly shapes the theatrical form, also becomes its author. Through his artistic language, he formulates an original statement, his perspective on certain processes, relationships and on the world around him. As a result, he increasingly takes on the role of an autonomous artist. This is often criticized; (more…)
Die Theater, in denen fein herausgeputzte Zuschauer von nichts berührt werden wollen, sind nicht die Häuser, in denen neue Ideen entstehen.
Der Regisseur ist als Hauptgestalter der theatralen Form auch ihr Autor. Durch seine künstlerische Sprache formuliert er eine eigene Aussage, seinen Blickwinkel auf gewisse Prozesse, Beziehungen und auf die ihn umgebende Welt. Dadurch gewinnt er immer mehr die Bedeutung eines eigenständigen Künstlers. Das wird oft kritisiert, (more…)
Nepřikládám sice velkou váhu hodnocením pochvalným ani kritickým, pokud mi nezjeví něco, co ozřejmí věci, které jsem si neuvědomil, kterým jsem neporozuměl, které jsem si neutřídil nebo pro sebe doposud neobjevil.Smysl má pro mě analýza na základě pochopení souvislostí, východisek, temat, stylů a záměrů a to z úhlu, který mi třeba i není vlastní- ale je pro výklad potřebný a sdělí nové aspekty jak tvůrci samotnému, tak také čtenáři, divákovi a podobně. (more…)
The winter of 2012. Once again, I’m working at the theatre. My latest play, “Twenty thousand pages” is in rehearsal at the Schauspielhaus Zürich. Lars-Ole Walburg is directing. We talk about scenes, cuts, transpositions, about too much and too little dramaturgy, rhythm, psychology and the necessary distance between actor and text. We act like crazy, while the world outside is really acting crazy. (more…)
Winter 2012. Ich arbeite wieder einmal am Theater. Mein neuestes Stück „Zwanzigtausend Seiten“ wird am Schauspielhaus Zürich geprobt. Regie führt Lars-Ole Walburg. Wir reden über Szenen, Kürzungen, Umstellungen, über zuviel und über zuwenig Dramaturgie, Rhythmus, Psychologie und über die nötige Distanz zwischen Schauspieler und Text. Wir spielen wie verrückt, während draußen die Welt verrückt spielt. (more…)
kurz vor dem großen Augenblick. Die entspannte Gewissheit, nichts mehr abwenden, nichts mehr verbessern, nichts mehr beeinflussen zu können, zugleich die Freiheit, nur an das unmittelbar Bevorstehende zu denken, alle Zukunftspläne zu vergessen – und die Freude daran, den großen Augenblick noch jungfräulich, unangebrochen zu wissen. (more…)
oder Die inexistente Ästhetik des Strebens nach Natürlichkeit auf engem Raum.
Die Eröffnung von neuen, kleinen Theatern/Aufführungsräumen mit 40-80 Zuschauerplätzen hat die Theaterszene in der Türkei in den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts spürbar belebt. Die unabhängigen Gruppen, die es vorziehen, sich in solchen beengten Räumen auszudrücken, bemühen sich, räumliche Nachteile wie „beschränkte Tiefe, geringe Raumhöhe und Enge“ mit einer atmosphärischen Interpretation des Schauspiels aufzufangen. (more…)
Yeni, küçük, 40-80 seyirci kapasiteli tiyatro/gösteri alanlarının açılması Türkiye’deki tiyatro ortamının 2000’li yılların ilk on senesi içinde ciddi anlamda canlanmasını da beraberinde getirdi. Bu dar alanlarda kendilerini ifade etme yolunu seçen bağımsız topluluklar mekânın “sınırlı derinliği/basıklığı/ensizliği” gibi dezavantajları, oyun atmosferinin bir yorumu haline dönüştürmeye çalıştılar. Dolayısıyla bu yerlerde tasarım yapan sahne/dekor tasarımcıları, mekânla fazla ilişkilendirilmiş bir yapıyı kurma yolunu seçtiler. (more…)
an Bahnhöfen, am liebsten morgens. Der Zug, aus dem ich steige, sollte mindestens eine Grenze überquert haben, und es wäre nicht schlecht, wenn die Schrift, die ich als erstes sehe, nicht die lateinische wäre, oder zumindest ein paar ungewöhnliche Häkchen und Striche aufwiese. Wenn dem so ist, stehen die Chancen gut auf einen besonderen Geruch. In den universellen Basisduft aus Eisen und Maschinenöl mischen sich dann eigenwillige Kopf- und Herznoten. (more…)
There is a strong wave of feminism on the stages , represented by both male and female feminists.
Staging gender has for several years been the most discussed topic in the theatre in Sweden and the most popular theme, I would say, in new work. A discussion both about gender per se and the representation of gender on stage. In the big cities, that is. (more…)
Es gibt eine große Welle des Feminismus auf den Bühnen, die sowohl von männlichen als auch von weiblichen Feministen vertreten wird.
Die Inszenierung von Geschlechterrollen war jahrelang auf den schwedischen Bühnen und in neuen Stücken das meistdiskutierte und populärste Thema. Die Diskussion beschäftigte sich sowohl mit Gleichberechtigung an sich als auch mit den Möglichkeiten der Darstellung auf der Bühne. Zumindest in den Großstädten. (more…)
Even today, Europe doesn’t know the Balkans, but neither do the Balkans know Europe. Because we write and think in different alphabets.
And it is significant that the toponym Balkans is of Turkish origin. While Western Europe is unifying, we in the East are practicing separatism. In this context, my Ukrainian colleague Irvanets once said: “Before Western Europe unified, they went through a process of proper distancing themselves from each other. That is still in store for us.” This means that we will first become a part of Europe and only then will we begin to distance ourselves from it. (more…)
Andrić, Kazantzakis, Kadare und Kusturica hatten Erfolg – weil sie wussten, wer sie sind!
100 Jahre lang waren wir Feinde auf dem Balkan, obwohl sich unsere Völker nahe stehen. Wir waren mit Jugoslawien, mit der Türkei, mit Griechenland sowie mit den Revisionisten Ceauşescu und Enver Hoxha verfeindet. Ergebnis dieser Isolation ist, dass wir heutzutage die amerikanische Kultur besser kennen als die des Balkans, die uns doch im Blute liegt. (more…)
успяха Андрич, Казандзакис, Кадаре, Костурица – защото знаеха кои са! –
100 години всички на Балканите бяхме врагове, макар че сме с близки народи. Врагове бяхме с Югославия, с Турция, с Гърция, с ревизионистите Чаушеску и Енвер Ходжа. В резултат на изолацията днес ние познаваме повече американската, отколкото балканската култура, към която кръвно принадлежим. И която, може би точно заради тази изолираност, все още, слава Богу, си остана локална. Така Балканът остана духовен резерват. (more…)

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