So.
Ja. So.
Ja, so konnte es beginnen.
Jason, zum Beispiel, trifft eine Entscheidung.
Ja, so konnte es beginnen, das Unheil. (Dabei war doch alles noch so schon grade…) Jason trifft eine Entscheidung.
So.
Ja. So. Ja – son! Ruft daraufhin Medea. Jason! Brullt sie nochmals, denn Jason und Medea sind sich nicht einig uber diese Entscheidung. Wie auch, er hat sie ja ganz allein fur sich getroffen. So, hat er sich gesagt und ihr aber nichts gesagt.
Jason und Medea sind sogar mehr als uneins. (Dabei war doch alles noch so schon grade…) Sind plotzlich kein Paar mehr, sind zwei. Zwei Einzelkampfer. Krieger im Kampf der Geschlechter, im Kampf der Kulturen – Familienkrieger. Uneins. Eingebettet in dieses sie nun begleitende Adjektiv steckt unubersehbar auch Medeas Antwort auf Jasons Entscheidung. Uneins. Daraus ergibt sich folgender Dialog:
Ja.- Nein. Ja. – Nein. Ja – Nein. oder umgekehrt. Nein – Ja. usw., und naturlich verwenden die beiden auch noch das eine oder andere Wort, ganze Satze, ja,Tiraden!
Aber irgendwann stosen sie unweigerlich an eine Grenze.
An die Grenze des Sagbaren. An die Grenze der Worte. Und an diesem Ort, dem Ort ohne Wort, lassen sie Taten folgen, die einen schweigen lassen. Oder schreien. Aber kein Wort mehr, kein Wort.
Kein Wort.
So konnte es enden. Fur heute. Wir, die Tag fur Tag in den Grenzgebieten der Sprache nach den richtigen Worten suchen, machen einen Punkt. Setzen ein Zeichen und sagen:
So.
So konnte es enden.