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Zagreb Pentagramm

Paolo Magelli hat für seine fünfteilige Produktion “Zagreb Pentagramm” fünf Autoren aus Zagreb gebeten, für ihn zu schreiben. Wir haben fünf junge Kritiker gebeten, sich jeweils einen Teil vorzunehmen.

"Zagreb Pentagramm", Teil 1. Foto: Martin Kaufhold

1: Monologduett
Nataša und Goran heißen die zwei Seiten eines zwiegespaltenen Schriftsteller-Ichs. Diese beiden lässt Filip Šovagović in “Traumzone” am Schreiben und an den Menschen in selbstreflexiven Monologen verzweifeln: “Jeder Mensch ist der Autor seines Lebens, jeder Mensch ist Schauspieler und Regisseur seines Alters nur, manchen scheint, dass die Masken nie fallen werden”, sinnieren sie pirandellesk. Als irreale und unbegreifbare Traumexistenzen tragen sie in Paolo Magellis Inszenierung Masken, liefern sich spielerische Wortgefechte. Der Regisseur hat sie als Clowns verkleidet, die mit rot unterpunkteten Augen und einer skelettartig geschminkten Unterlippe aussehen, als seien sie direkt einem Albtraum entstiegen. Ihr Buchstabenfeuer findet mal einen gemeinsamen, stakkatoartigen Rhythmus, mal fallen sie sich gegenseitig ins Wort. Sie reflektieren über Erfolg und Misserfolg, Schreiben und Leersein, Leben und Sterben. Clowns sind nicht nur dazu da, Kinder zu erfreuen, sondern üben Kritik ohne Worte. Das hat uns Charlie Chaplins Tramp gelehrt. “Oh, wie schön war früher der Stummfilm”, schwärmt auch Nataša einmal. Am Ende bleibt Schweigen. (Judith Drokur) weiterlesen »

“Wie ein Tanz, den man tanzen muss”

Sie hat gerade ein Füßchen in der Tür, er ist seit zehn Jahren im Geschäft. Er leitete bei der Biennale einen Autorenworkshop, sie zeigte ihre zweite Uraufführung. Martin Heckmanns (38) und Lisa Danulat (27) über unterschiedliche Schreibperspektiven.

Sind Sie einander schon mal dramatisch begegnet?

Ich bin auch da! Lisa Danulat und ein bisschen Heckmanns. Foto: Lisa Danulat

Danulat: Ich habe in Düsseldorf ein Stück von Dir gesehen. „Hier kommen wir nicht lebendig raus. Versuch einer Heldin.“

Heckmanns: Ich habe nichts von Dir gelesen und gesehen.

Glauben Sie, dass Sie als Autorin heute schwerer in den Betrieb rein kommen als Martin Heckmanns vor zehn Jahren?

D: Im Moment habe ich ja ein Füßchen in der Tür, und ob der restliche Körper noch nachschiebt, verhandele ich gerade mit mir. Wenn ich das mit mir geklärt habe, kann ich mir auch ein Bild darüber machen, inwieweit die Tür geöffnet werden sollte. Dann muss ich den Schritt gehen, klopfen. Momentan bin ich beim Fußabtreter und schaue mir das erstmal vorsichtig an.

H: Das sind Sportreporter-Fragen. Aber nein, eigentlich nicht, die Gier nach Uraufführungen ist ja ungebrochen. Ich bin auch anders rein gekommen, habe in meiner Heimatstadt eine Uraufführung gemacht mit einem Schauspieler zusammen, das war also nicht über die üblichen Förderprogramme, sondern selbst organisiert und hat sich dann weiter ergeben. Ich finde es auch interessant, dass man hier so viel über Betrieb nachdenkt und im Verhältnis wenig über Inhalte, Geschichten, Anliegen. Der Markt hat ja etwas Objektivierendes. Da weiß man: Wer ist drin, wer ist nicht drin, wer ist unten, wer ist oben. Ich verstehe, dass es einen sportlichen Ehrgeiz erzeugt, darüber zu reden. Aber mit Theater hat das erstmal nichts zu tun. weiterlesen »

“Anything But Easy”

They like to write on the couch, know their way around hotels and have been part of NEW PLAYS FROM EUROPE from the very beginning. A look back with the festival founders Ursula Ehler and Tankred Dorst.

At the opening of the first biennial NEW PLAYS FROM EUROPE in Bonn in the year 1992. The writers Ursula Ehler, Tankred Dorst are chatting with former German president Richard von Weizsäcker. Photo: Thilo Beu

How did you come up with the idea for NEW PLAYS FROM EUROPE?
Dorst: Curiosity. We knew about all the new plays in Paris and London, but no one knew what, for example, was being done in Iceland. We wanted to know what kind of theatre they were doing there. And we didn’t want to force them to adhere to an agenda, we simply wanted to know the truth.
Ehler: Eastern Europe was emerging at that time. And people in Germany were only focusing on spectacular productions. We talked about it and decided we needed an authors’ festival. But we didn’t want to have to have a panel of experts or a jury of critics to judge the plays, we just wanted to convey subjective views.
Dorst: We didn’t want to say, “This is what it’s like in those countries,” but to present what we had found.

Any particular memories come to mind?
Ehler: The bulletproof vest.
Dorst: A bulletproof vest for Croatia was stored in the dramaturgy office in Bonn. But I didn’t wear it, I remained unprotected. weiterlesen »

Fragebogen für Manfred

Wie viele Stunden schlafen Sie momentan?

Fünf bis fünfeinhalb.

Der Intendant auf der Couch. Foto: J. C. Heller

Wenn Sie in eine der Figuren dieser Biennale schlüpfen könnten, welche wäre es?

Schwierig, weil meistens Frauen im Mittelpunkt stehen. Aber ich würde sagen, einer der beiden Bodyguards des afrikanischen Diktators aus “Bab et Sane”, der kleinere. Der Autor hat ihm eine Sprache in den Mund gelegt, die mich an Karl Valentin erinnert.

Welcher Droge sind Sie verfallen?

Dem Theater.

Denken Sie, dass Sie etwas verpasst haben, weil Sie nicht Jurist geworden sind?

Nein. Ich hätte ja damals auch ins bayerische Kultusministerium gehen können, habe mich aber für die schlecht bezahlte Assistentenstelle an den Münchner Kammerspielen entschieden.

Wo würden Sie am liebsten wohnen?

In Istanbul, wo mein Bruder lange Zeit Arzt war. Das ist für mich derzeit die aufregendste Stadt Europas mit einer unglaublich kreativen Kunstszene und ganz vielen normalen Leuten, die nicht das Gefühl haben, sie seien der Nabel der Welt, wie die Pariser oder die Berliner. Die Stadt wurde von der griechischen, römischen, seldschukischen Geschichte und von den Osmanen geprägt, später dann von den Genuesen. Und von all dem sind noch Zeugnisse da und stehen unverbunden nebeneinander. weiterlesen »

Probenbericht

Im Buchstabenwald: Szene aus Bettina Erasmys "Das wollt ihr nicht wirklich". Foto: Martin Kaufhold

Die Frau im Aufzug entschuldigt sich, dass es so übel riecht um sie herum. “Das ist der Leim, wenn der über einen bestimmten Punkt ist, stinkt der enorm”, sagt die mit Leimeimern Bepackte. Es geht zur Bühnenprobe von Erasmys „Das wollt Ihr nicht wirklich“. Aufführung: Freitag, 25. Juni, Eigenbeitrag des Wiesbadener Theaters zur Biennale. Regie: Tilman Gersch. Der tigert schon durch die leeren Zuschauerreihen.

Auf der Bühne: Vier riesige Buchstaben aus Holz. Dahinter: eine silberne Glitzerwand. Die Frau aus dem Aufzug pinselt den stinkenden Leim auf die Buchstaben. Schauspielerin Sybille Weiser kommt auf die Bühne. Sie lehnt im kleinen Roten am L, während an ihm herumgefräst wird. Gersch wandert über die Bühne. Schauspieler Jörg Zirnstei setzt sich in die Wölbung des D.

Chefdramaturgin Dagmar Borrmann nimmt links hinten im Zuschauerraum Platz. Vorne rechts: die Souffleuse Simone Betsch. In der Mitte: Regieassistent Dirk Schirdewahn. Vor ihm steht ein Laptop mit der Videoaufnahme der Uraufführung des Stückes in Recklinghausen. Und das Textbuch. In der Mitte rechts: eine theaterinteressierte Praktikantin.

Plötzliche unruhige Stimmung: Diese Probe wird keine Lichtprobe sein. “Jetzt springen wir heute Abend voll ins kalte Wasser, aber dann isses eben so”, sagt Gersch. Alle auf Anfang: Der Ton geht an, tönt vor sich hin. “Stopp”, unterbricht der Regisseur. “Sobald das eine Musik-Motiv aufgeht, müsst ihr schon auf die Bühne, Michael und Sybille.” Michael Birnbaum und Sybille Weiser spielen ein Paar im Wald. Er den Börsenmakler Viktor, sie die Galeristin Marie. “Du hast meinen Namen vergessen”, sagt Birnbaum zu Weiser. Die zählt jetzt viele Männernamen hintereinander auf: “Vincent, Thomas, Dirk…” Gersch unterbricht: “Da hast Du mal mehr gefrotzelt, zieh’ ihn mehr auf.” Auf ein Neues. weiterlesen »

Black Box Jugend

Fabrice Murgia versucht in “Der Kummer der Menschenfresser” einer eingesperrten Generation auf die Spur zu kommen.

Mediale Orientierung: vor dem Liedtext von John Lennons "Oh my love". Foto: Lena Obst

Er macht es den Zuschauern nicht leicht, der Belgier. Und er hat sich viel vorgenommen: Anhand der realen Erlebnisse der jahrelang entführten Österreicherin Natascha Kampusch und des Amokläufers Bastian Bosse aus Emsdetten versucht der Autor und Regisseur Fabrice Murgia in “Der Kummer der Menschenfresser“ einer Generation auf die Spur zu kommen, die sich gleichzeitig eingesperrt fühlt und sich selbst vor dem Computer einsperrt. Das Bild dafür sind zwei Kammern hinter Plexiglas, in denen der Emsdettener und die Österreicherin eingeschlossen sind. Die Zuschauer sehen sich im Plexiglas verzerrt, werden zu einer großen Masse. Gleichzeitig halten die Eingesperrten ihr Gesicht in Kameras, deren Bilder auf eine Leinwand über den Kammern projiziert werden.

Es sind Albtraumbilder. Das erste zeigt auf einer riesigen Fläche ein Kind mit weißem Gesicht und geschlossenen Augen. Immer wieder blitzt das Gesicht in der donnernden Soundkulisse auf, während um die Bühne ein Wesen hetzt, dessen weißes Gewand Brautkleid und Kommunionskleid sein könnte. Ist es ein Kind oder eine Erwachsene, ein erwachsenes Kind oder eine kindliche Erwachsene? Wirklichkeit und Traum verschwimmen, die Figur verschwimmt zum Zwitterwesen zwischen Schaukelkind und Horrorfilm-Darstellerin. weiterlesen »

Fünf von Zehn

Mein Zehnter zum Zehnten der Biennale

Ich feierte mein 10-jähriges Jubiläum 1993, dem Jahr, in dem Clinton Bush Senior als Präsident ablöste und es den ersten Sprengstoff-Anschlag auf das World Trade Center in New York gab. In Maastricht wurde der Vertrag unterzeichnet, der die Europäische Union begründet und den Grundstein für eine gemeinsame Währungs- und Wirtschaftsunion gelegt hat. In Russland fanden die ersten freien Wahlen statt. Während dieser großen Ereignisse in Übersee und in Europa war ich aber hauptsächlich damit beschäftigt, mich aufs Gymnasium zu freuen. Bei meinen Eltern nachgefragt, beschreiben sie mich 10-jährig einhellig (und das ist selten!) als “überaus selbstbewusstes Mädchen”. Montags gab’s Ballettunterricht und danach Spritzkuchen beim Heberer-Bäcker, donnerstags Theater spielen bei Sibylle Sohl. Das Schönste daran: nach meinem eigenen Kurs noch den Großen beim Spielen zugucken. Ein weiterer Grund zur Freude: Die Dramatische Bühne engagierte ein anderes Mädchen aus meiner Gruppe und mich für Thomas Manns “Wehklag Dr. Fausti”. Aufgeführt wurde die Inszenierung im Metropolis-Gebäude am Eschersheimer Turm, das damals noch Volksbildungsheim hieß. Die Gespräche mit dem anderen Mädchen auf den kalten Treppenstufen des Theaters in den Spielpausen waren der Beginn einer bis heute anhaltenden Freundschaft.

S 8

Unser Ortstipp diesmal: die S-Bahn zwischen Frankfurt, Mainz und Wiesbaden. Mehr Orte hier.

19:45, Wiesbaden, Gleis 3. Für die Frankfurterin geht es ab nach Frankfurt, raus aus dem Wiesbadener Exil! Und für die Mainzer geht es zurück in ihre Studentenstadt, in der die Menschen etwas bodenständiger, dafür weniger konservativ sind. In der Bahn ist es stickig, man spürt die Wärme all derer, die sich den ganzen Tag über durch die Gänge geschoben haben. Langsam setzt sich die Bahn in Bewegung, schnurrt und tuckert, vorbei am Schlachthof mit seinen orangefarbenen Wänden, in dem oft Konzerte stattfinden. Die Stimmung in der Bahn ist ausgelassen, der Feierabend da. Eine Gruppe Gehörloser steht im Gang und unterhält sich in Gebärdensprache, sie lachen. Plötzlich eine Durchsage, in gewohnt muffiger Manier dargeboten und so genuschelt, dass ihr Inhalt leider unverständlich bleibt. Die einen meinen: Wenn man nach Frankfurt will, muss man jetzt in Mainz aus- und in die Regionalbahn umsteigen. Die anderen sagen, sitzen bleiben, die wird schon gleich weiterfahren. Ich entscheide mich für ersteres, flitze über den Bahnsteig, springe in den Regionalexpress – und werde sanft nach Frankfurt geschaukelt.

Alles andere als bequem

Sie schreiben schon mal auf der Couch, kennen viele Hotels und gehören seit der ersten Stunde zur Biennale. Ein Rückblick mit Ursula Ehler und Tankred Dorst.

Gesammelte Europa-Erfahrung: Ursula Ehler und Tankred Dorst bei der diesjährigen Biennale. Foto: Jakob C. Heller

Wie ist die Idee zur Biennale eigentlich entstanden?
Tankred Dorst: Aus Neugier. Wir wussten, was es in Paris und London an neuen Stücken gibt, aber Europa ist ja groß, und niemand wusste zum Beispiel über Island Bescheid. Wir wollten wissen, was machen die da eigentlich. Und wir wollten kein Programm vorgeben, sondern nur die Wahrheit wissen.
Ursula Ehler: Zu der Zeit ging der Osten auf. Und in Deutschland waren alle nur auf spektakuläre Inszenierungen aus. Da haben wir gesagt, ein Autorenfestival muss her. Und wir wollten keine Sachverständigen- und Kritikerjury haben, sondern den subjektiven Blick befördern.
Dorst: Nicht sagen, so ist das in den Ländern, sondern präsentieren, was wir dort gefunden haben. Also sind wir überall und auch abgelegenen Gegenden in die letzten Winkel gekrochen.

Haben Sie spezielle Erinnerungen?
Ehler: Die kugelsichere Weste.
Dorst: In Bonn hing in der Dramaturgie die kugelsichere Weste für Kroatien. Ich habe sie aber nicht angehabt, blieb schutzlos. Der ganze Ostblock war ja eine unbekannte Welt, angefangen vom Hotel, das es nicht gab, bis hin zu den ganz alltäglichen Dingen.

Haben sich die Stücke im Lauf der Zeit verändert?
Ehler: Nein, es gab immer ganz verschiedene Stücke. Der Ehrgeiz war schon immer, eine Wundertüte zusammen zu stellen. Das umzusetzen ist allerdings schwerer geworden.
Dorst: Die Zeitungen, die Beurteiler suchen immer das Gemeinsame, aber der Autor sollte immer davon ausgehen, dass er der einzelne ist. Wenn alle das eine machen, muss der Autor doch sagen, ich mache das andere, nicht das Gleiche.

In der Eröffnung der diesjährigen Biennale sagten Sie, der Autor müsse immer seine eigenen Geschichten erzählen.
Dorst: Nicht direkt die eigene Geschichte. Der Autor beschäftigt sich wie andere Menschen auch mit dem „Wie bin ich, wo bin, wozu bin ich da, mache ich das Richtige, wie soll ich handeln.“ Der Stachel ist ein persönlicher Konflikt und aus dem wird vielleicht ein Stück.

Außerdem erwähnten Sie, bereits vor 25 Jahren seien Sie auf ein Symposium zum Verschwinden des Autors eingeladen worden.
Dorst: Da waren Literaturwissenschaftler und Filmleute, und ich dachte, wie komisch, ich soll zu einem Kongress gehen, der von meinem Verschwinden handelt.

Sind Sie trotzdem hingegangen?
Dorst: Ja (lacht). Das wurde ganz ernsthaft verhandelt. Die haben wirklich gesagt, der Autor fängt an zu verschwinden. Er ist aber immer noch vorhanden und vielleicht muss man ihn ja nur neu definieren. weiterlesen »

Noch einen Keks?

Hintergrundgespräch des FORUM JUNGER THEATERKRITIKER mit dem Intendanten Manfred Beilharz im Foyer des Staatstheaters Wiesbaden: Er ist schon da, führt uns zum Konferenztisch und nimmt Platz, die Arme links und rechts auf den Stuhllehnen, und erinnert sich:

Keks-Selektion: Manfred Beilharz, der 1992 zusammen mit Tankred Dorst die Biennale ins Leben rief, im Gespräch mit dem Forum Junger Theaterkritiker. Foto: Nikola Richter

1992. Euphorie nach der deutschen Wiedervereinigung. Wie geht es weiter mit Europa? “Ich war damals zu einem großen Hearing eingeladen, auf dem die Frage diskutiert wurde, was die EU mit Kulturförderung zu tun hat”, erzählt Manfred Beilharz, der in seiner Zeit als Bonner Intendant zusammen mit Tankred Dorst die Biennale gegründet hat. Man habe die Einführung eines europaweiten Theatergesetzes diskutiert. “Dann habe ich die gefragt: Habt ihr irgendeine Ahnung, was in euren Nachbarländern passiert?” Um diese Wissenslücke zu schließen, habe er das Festival erfunden, das Europa in seiner Unterschiedlichkeit und Ähnlichkeit zeige. 2002, bei seinem Wechsel nach Wiesbaden, nahm er es gleich mit. weiterlesen »

Zum Nachschlagen

Was Sie schon immer über die belgische Theaterszene wissen wollten: ein Kurz-Lexikon von B bis W.

Belgien: Zeichnet sich sprachlich wie kulturell durch seine Heterogenität aus. Es gibt drei Kulturgemeinschaften. Die Flamen mit 6 Millionen Einwohnern, die Wallonen mit 4,5 Millionen Einwohnern und die deutschsprachige Gemeinschaft mit 70.000 Einwohnern. Seit 1975 entscheiden die drei Kulturgemeinschaften eigenständig über ihre Fördermittel. Allgemeine Aussagen über die Theaterlandschaft Belgien sind also nicht möglich, man sollte vielmehr die einzelnen Gemeinschaften gesondert betrachten.

Brüssel: Eine Ausnahme bildet die Hauptstadt, in der unterschiedlichste Künstler aufeinander treffen und miteinander arbeiten. Da mehr als die Hälfte der Einwohner im Ausland geboren wurden, ist Brüssel von seiner kulturellen Vielfalt her vergleichbar mit Berlin. weiterlesen »