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Kosovar theatre as a servile jester

Not a jester, however, who insolently confronts the king with his bad deeds and weaknesses, but a servile jester.

At a writers’ residency of the “Maison d’Europe et d’Orient” in Paris (November – December 2011), I worked on a comedy which is treating the Kosovo’s declaration of independence three years ago. As in the end of some movies, when they show the funniest outtakes from the shoot; similarly, I wanted to show this doubtlessly great historic event – the birth of Europe’s youngest state – from a different perspective. weiterlesen »

Das kosovarische Theater als unterwürfiger Hofnarr

Aber nicht als ein Hofnarr, der dem König seine schlechten Taten und Schwächen frech und unverschämt unter die Nase reibt, sondern als ein unterwürfiger Hofnarr.

Während einer Schreibresidenz in der „Maison d’Europe et d’Orient“ im November und Dezember 2011 in Paris arbeitete ich an einer Komödie über die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo vor drei Jahren. So wie nach vielen Filmen die witzigen Outtakes der Dreharbeiten gezeigt werden, wollte ich dieses zweifelsfrei große historische Ereignis – die Geburt des jüngsten Staates Europas – ebenfalls aus einer anderen Perspektive zeigen. weiterlesen »

TEATRI I KOSOVËS NË ROLIN E PALAQOS

Është dhjetor, pak ditë para krishtëlindjeve. Paris. Po përpiqem të shkruaj, pavarësisht se tundimi për t’parë secilin cep të Parisit është i madh. I ardhur këtu në një rezidencë shkrimi dymujore të Maison d’europe et d’Orient, përmes një programi të Ile-de-France, po punoj në një dramë të re, shkrimi i së cilës po më jep shumë kënaqësi. Them se është e bazuar mbi ngjarje të vërteta. weiterlesen »

The Albanian General in Belgrade

On December 4, 2009, “The General of the Dead Army” was presented in Belgrade. This play is based on a novel by Ismail Kadare and was staged by the Bosnian-Albanian director Dino Mustafic. Before that, I had adapted it for the Albanian Theatre in Skopje, where it premiered in September 2009. The Belgrade performance was an extraordinary step towards easing the tension in Albanian- Serbian relations after the war and the resulting conflicts. Under Mustafic‘s direction, the time that the novel was set in was slightly displaced so as to create a connection to the latest Balkan wars. It confronted Serbian society as well as the region‘s other cultural communities with a challenge: facing up to recent history.

Translated into English by Lynnette Polcyn

Der albanische General in Belgrad

Am 4. Dezember 2009 wurde in Belgrad „Der General der toten Armee” präsentiert. Das Stuck basiert auf dem Roman von Ismail Kadare und wurde vom bosnisch-albanischen Regisseur Dino Mustafić inszeniert. Ich hatte ihn für das Albanische Theater in Skopje adaptiert. Dort hatte er im September 2009 Premiere. Die Aufführung in Belgrad (im Jugoslawischen Schauspieltheater, einem der wichtigsten Serbiens) wäre unter normalen Umstanden nicht der Rede wert. Aber angesichts der politischen Geografie stellt sie eines der wichtigsten kulturellen (vielleicht auch politischen) Ereignisse der letzten Jahre dar. Mit ihr hat sich das Albanische Theater von Skopje zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder nach Belgrad gewagt. Seit 20 Jahren ist in Belgrad kein einziges albanisches Stuck gespielt worden. Die Aufführung war also ein außergewöhnlicher Schritt zur Entspannung der albanisch-serbischen Beziehungen nach dem Krieg und den daraus resultierenden Konflikten, die noch immer andauern. Er war mutig und angemessen für das Theater auf dem Balkan, dessen Autorität man wegen „ideologischer Beschmutzung“ anzweifelte, auch weil das Stuck vom Krieg und den Gewalttaten der letzten Jahre inspiriert ist. Ein General und ein italienischer Priester kommen nach Albanien, um die Gebeine der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten des faschistischen Italiens aufzusammeln. Stolzgeschwellt ob ihrer Mission kommen sie an, kehren aber fassungslos und erschöpft von dem, was Kadare „den Schatten des Krieges“ nennt, zurück. Die Regie Mustafićs verschiebt die Zeit ein wenig, so dass ein Bezug auf die letzten Balkankriege sichtbar wird. Deshalb ist die Aufführung in Belgrad, das von vielen als das „Nest des Bösen“ angesehen wird, von so großer, nicht nur kultureller, sondern auch politischer Bedeutung. Sie konfrontiert die serbische Gesellschaft, aber auch die anderen Kulturgemeinschaften der Region mit einer Herausforderung: Der jungten Vergangenheit ins Gesicht zu schauen.

Aus dem Albanischen von Andrea Grill