Festivalleiterin Maya Schöffel im Gespräch über Kinder, Theater und Knochenarbeit
Wir treffen uns um drei. Die Mittagszeit ist ein bisschen schwer planbar, weil man nicht genau weiß, wann das Baby essen will. Es ist noch ganz klein, aber wie eine strapazierte junge Mutter sieht Maya Schöffel, Festivalmanagerin und Künstlerische Leiterin der Theater-Biennale, nun wirklich nicht aus. In der Kantine holt sie Kaffee, bespricht noch ein bisschen nach links, noch ein bisschen nach rechts, und sitzt dann sehr gelassen und freundlich an einem der kleinen Tische. Sie sieht entspannt aus. „Ja“, sagt sie, lacht, und sieht noch entspannter aus. Das liege daran, dass ihre Vertretung Christine Bocksch die „Knochenarbeit“ übernommen habe, ab dem Zeitpunk als sie in den Mutterschutz ging. Jetzt sei das Schlimmste ja schon gelaufen und sie von der strapaziösen Phase ausgenommen. Das sagt sie fast, als wäre ein Kind zu bekommen so was wie Urlaub.
Es ist gut, beim Thema Baby zu bleiben, beziehungsweise bei all den Fragen, die sich anschließen, wenn man als Frau beides möchte: arbeiten und Kinder haben. Jeder weiß, dass das Theater kein besonders familienkompatibler Arbeitsplatz ist, allein weiterlesen »





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