Manfred Beilharz leitet die Theater-Biennale seit zwanzig Jahren. Ein Gespräch aus gegebenem Anlass
Herr Beilharz, die Theater-Biennale ist zwanzig Jahre alt. Was wollten Sie zu Beginn bewirken?
Anfang der Neunziger Jahre geisterte der Satz des Vaters der Europäischen Union, Jean Monnet, herum: Wir müssen beim Aufbau Europas mit der Kultur anfangen und nicht mit der Ökonomie. Das soll sagen, dass die Kultur und die Kunst der europäische Kitt ist. Aber kaum hatten wir die Theater-Biennale 1992 in Bonn gegründet, ging es in Jugoslawien los mit dem Krieg. Es war ein Krieg, bei dem gesagt wurde, ich kann mit den anderen nicht mehr zusammenleben, weil sie eine andere Kultur haben. Da erhielt unser Festival plötzlich eine andere Bedeutung. Es wurde wichtig, dass es zeigt: Es ist eben nicht alles ein europäischer Mischmasch.


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