Was bewegt den Theaterzuschauer bei einem Stück wie “Cercles/Fictions” von Joël Pommerat? Wer traut sich als erstes, was zu sagen? Beeindruckt das riesenhafte Bühnenbild? Und wer bleibt überhaupt da zum Publikumsgespräch? Ein Live-Blog aus dem Großen Haus des Wiesbadener Staatstheaters.
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22:04: Die Aufführung ist zu Ende, die Zuschauer wollen gar nicht mehr aufhören, zu klatschen. Als aber das Licht dann an bleibt, gehen ziemlich viele raus – wir sind gespannt auf das scheinbar intim werdende Publikumsgespräch.
Valerie hat im Foyer gerade etwas aufgeschnappt: “Das ist die Art von Theater, bei der man mit offenem Mund da sitzt und staunt.” (Auch wir beide sind immer noch ganz verzaubert.)
22:07: Juhu, ein paar Leute kommen wieder zurück!
22:08: Judith bleibt ständig mit ihrer Weste an der Holzlehne hängen. “Krrrk”, wenn sie sich von der Lehne löst.
22:09: Noch passiert nicht viel. Es duftet nach Bienenwachskerzen und auf der Bühne ist das Licht gedimmt.
22:10: Jetzt geht es Schlag auf Schlag, der Saal füllt sich … okay, ein bisschen. Drei Stühle stehen bereit, wer wird gleich darauf sitzen? (kurze Uneinigkeit über die deutsche Sprache in Österreich und Deutschland: Sind das nun Sessel oder Stühle? Egal, man kann drauf sitzen.)
22:12: Yvonne Büdenhölzer bittet alle, sich vor Regisseur und Autor Joël Pommerat und Übersetzerin Francesca Spinazzi zu platzieren. “Das Publikumsgespräch funktioniert leider nicht so schön im Kreis wie die Vorstellung.”
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