Seit Dezember 2009 stellen wir Ihnen auf diesem Blog die Originalbeiträge der Paten des Theaterfestivals NEUE STÜCKE AUS EUROPA zur Verfügung: Reflexionen über das europäische Theater von renommierten europäischen Dramatikern. Alle Texte finden Sie hier auf Deutsch, Englisch und in der jeweiligen Originalsprache - oder auf Deutsch in den Festivalkatalogen von 2010 und 2008, zu beziehen über das Festivalbüro.

Since December 2009 we have published original short essays by the patrons of the theatre festival NEW PLAYS FROM EUROPE on this blog. You will find all texts in English, German and the original language in which it was written. Alternatively you can order the festival catalogues from biennial 2010 or 2008, where the texts are also published in German and in a short English version.

  • I don’t understand


    The winter of 2012. Once again, I’m working at the theatre. My latest play, “Twenty thousand pages” is in rehearsal at the Schauspielhaus Zürich. Lars-Ole Walburg is directing. We talk about scenes, cuts, transpositions, about too much and too little [...]
  • Ich verstehe nicht


    Winter 2012. Ich arbeite wieder einmal am Theater. Mein neuestes Stück „Zwanzigtausend Seiten“ wird am Schauspielhaus Zürich geprobt. Regie führt Lars-Ole Walburg. Wir reden über Szenen, Kürzungen, Umstellungen, über zuviel und über zuwenig Dramaturgie, Rhythmus, Psychologie und über die nötige [...]
  • Die Nachteile des neuen Theaters


    oder Die inexistente Ästhetik des Strebens nach Natürlichkeit auf engem Raum. Die Eröffnung von neuen, kleinen Theatern/Aufführungsräumen mit 40-80 Zuschauerplätzen hat die Theaterszene in der Türkei in den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts spürbar belebt. Die unabhängigen Gruppen, die [...]
  • Yeni Tiyatro’nun Dezavantajları Ya Da Dar Alanda Doğallık Çabasının Var Olmayan Estetiği


    Yeni, küçük, 40-80 seyirci kapasiteli tiyatro/gösteri alanlarının açılması Türkiye’deki tiyatro ortamının 2000’li yılların ilk on senesi içinde ciddi anlamda canlanmasını da beraberinde getirdi. Bu dar alanlarda kendilerini ifade etme yolunu seçen bağımsız topluluklar mekânın “sınırlı derinliği/basıklığı/ensizliği” gibi dezavantajları, oyun atmosferinin [...]
  • A short report from the Swedish stages


    There is a strong wave of feminism on the stages , represented by both male and female feminists. Staging gender has for several years been the most discussed topic in the theatre in Sweden and the most popular theme, I [...]
  • Ein kurzer Bericht von der Schwedischen Theaterlandschaft


    Es gibt eine große Welle des Feminismus auf den Bühnen, die sowohl von männlichen als auch von weiblichen Feministen vertreten wird. Die Inszenierung von Geschlechterrollen war jahrelang auf den schwedischen Bühnen und in neuen Stücken das meistdiskutierte und populärste Thema. [...]
  • Identification in the Balkans


    Even today, Europe doesn’t know the Balkans, but neither do the Balkans know Europe. Because we write and think in different alphabets. And it is significant that the toponym Balkans is of Turkish origin. While Western Europe is unifying, we [...]
  • Identifikation auf dem Balkan


    Andrić, Kazantzakis, Kadare und Kusturica hatten Erfolg – weil sie wussten, wer sie sind! 100 Jahre lang waren wir Feinde auf dem Balkan, obwohl sich unsere Völker nahe stehen. Wir waren mit Jugoslawien, mit der Türkei, mit Griechenland sowie mit [...]
  • Балканска идентификация


    успяха Андрич, Казандзакис, Кадаре, Костурица – защото знаеха кои са! – 100 години всички на Балканите бяхме врагове, макар че сме с близки народи. Врагове бяхме с Югославия, с Турция, с Гърция, с ревизионистите Чаушеску и Енвер Ходжа. В резултат [...]
  • Dramatiker drängen in den Mittelpunkt


    Die erste Amtshandlung des 2010 ans Haus gekommenen Intendanten Mika Myllyaho, selbst ein hervorragender Dramatiker, war es fünf Hausautoren (Juha Jokela, Heini Junkkaala, Sofi Oksanen, Laura Ruohonen, Paavo Westerberg) anzustellen und ihr Auftragshonorar zu verdoppeln. Die Botschaft an die Szene [...]
  • Näytelmäkirjailijat tunkevat keskiöön


    Vuonna 2010 aloittanut pääjohtaja Mika Myllyaho, itsekin eturivin näytelmäkirjailija,  kutsui ensi töikseen taloon viisi kotikirjailijaa* ja tuplasi tilausmaksut. Viesti kentälle oli vahva. Väitän: Suomalaisessa teatterissa tapahtuvat kiinnostavimmat asiat tällä hetkellä näytelmäkirjallisuudessa. Mihin uhkarohkea väitteeni perustuu? Mitä muka draamakirjailijoille on tapahtunut? [...]
  • Seize the word


    Before a character enters the stage with its luggage of words, the author has to seize these words. The author takes hold of words whenever he wants and gives them to whom he likes. But are we really sure of [...]
  • Ergreife das Wort


    Bevor eine Person mit ihrem Wortgepäck auf die Bühne tritt, muss der Autor das Wort ergreifen. Der Autor ergreift das Wort, wann er will und  erteilt es wem er will. Aber ist das denn so sicher? Dass der Autor das [...]
  • La parole, prends-la.


    Mais avant qu’un personnage entre en scène avec son barda de mots, il faut bien que l’auteur la prenne, la parole. L’auteur prend la parole quand ça lui chante puis la donne à qui il veut. Mais est-ce si sûr ? [...]
  • Theater in Weißrussland – Zerrspiegel einer entstellten Wirklichkeit


    Seit den Präsidentschaftswahlen vom 19. Dezember 2010 wurde eine schwarze Liste mit Namen von Kulturschaffenden veröffentlicht. Das Land ist noch weniger frei und offen als vorher. Das Theater bleibt von diesen gesellschaftlichen Umwälzungen nicht unberührt. In den letzten zwei Jahren [...]
  • Theatre in Belarus – distorted reflection of a disfigured reality


    Since the presidential elections on 19 December 2010 a blacklist containing names of creative artists was published. The country is even less free and open than before. The theatre has not remained unaffected by these upheavals in society. Belarus theatre has turned [...]
  • БЕЛОРУССКИЙ ТЕАТР – КРИВОЕ ЗЕРКАЛО КРИВОЙ РЕАЛЬНОСТИ


    За два года Беларусь изменилась. После президентских выборов, которые произошли 19 декабря 2010 года, страна погрузилась в сумрачные времена, почти средневековье. 8 из 10 кандидатов в президенты были арестованы, несколько сидят в тюрьмах до сих пор. Поэт и кандидат в [...]
  • Islands


    „No man is an island, entire of itself, every man is a piece of the continent“ – this quote, noted on the flyleaf of my school notebook, served as a dam against floods of loneliness for a long time. Now [...]
  • Inseln


    „No man is an island, entire of itself, every man is a piece of the continent“ – dieses Zitat auf der Innenseite meines Schulhefts diente mir lange als Damm gegen Einsamkeitsfluten. Es tauchte nun als Bild bei der Betrachtung mehrerer [...]
  • „Das Theater ist tot – lang lebe das Theater”


    Die meiste Zeit wird an kunstferne Bürokratie verschwendet. Aber wenn das Theater etwas Lebendiges ist, dann sollte es jedes Mal gleich lebendig sein. Die Lebendigkeit einer Aufführung kann nicht daran gemessen werden, ob ein Schauspieler in verschiedenen Vorstellungen an unterschiedlichen [...]
  • “The theatre is dead, long live the theatre”


    Mostly, I wasted time on things that have little to do with art. But if theatre is a living thing, it should be equally alive every single time: the aliveness of the theatre performance cannot be measured by one actor [...]
  • Liebe Biennalebesucher…


    interessiert Sie die aktuelle Lage des Theaters in der Slowakei? In dem Fall möchte ich bekanntgeben, dass das Theaterensemble, das aus mehreren slowakischen Kandidaten ausgesucht und nach Wiesbaden eingeladen wurde, gerade sein Dach über dem Kopf verloren hat. Wie das [...]
  • Dear Visitors of the Theatre Biennial…


    Are you interested in the current situation of the theatre in Slovakia? In that case, I would like to announce that the theatre company that was chosen from among several Slovak candidates to come to Wiesbaden, has just lost the [...]
  • Someone Who Lost His Way on the Road to Becoming an Author


    When I started the political satire programme “An hour of laughter” two years ago, I thought nothing of playing the buffoon. It has been noted that I have an inclination towards exhibitionism – yes, that is one dimension of my [...]
  • Jemand, der sich auf dem Weg zum Autor verirrt hat


    Als ich vor zwei Jahren beim „Journal TV” die politische Satiresendung „Die Stunde des Lachens” begann, hielt ich es für selbstverständlich, den Hanswurst zu spielen. Schon immer hatte ich diese Neigung in mir, die mir gefällt und wegen der ich [...]
  • UN PERSONAJ RĂTĂCIT PE DRUMUL SPRE AUTOR


    Când am început cu doi ani în urmă să realizez emisiunea de satiră politică „Ora de Ras” la „Jurnal TV”, mi s-a părut firesc să o fac pe histrionul. Am avut mereu în mine această dimensiune, care îmi place şi [...]
  • Dringlichkeit


    Jede Marktstrategie lenkt von der einzig wahren Frage ab: Was und wer sind wir und was ist der Sinn des Lebens? In den vergangenen Jahren wurde das Wort “dringlich” zunehmend mit neuen Stücken in Verbindung gebracht. Ich finde, Dringlichkeit gehört [...]
  • Urgency


    Any kind of market strategy is moving away from the only real question – what and who are we and what is the purpose of life? In recent years a word that has started to be associated with new plays [...]
  • Ein paar Worte.


    Mich als Dramatikerin beschäftigt momentan eine Schaffenskrise. Ich weiß, dass etwas zu Ende gegangen ist. Eine bestimmte Schreibweise – eine Art, mich schreibend auszudrücken -  erscheint mir verbraucht. Ich frage mich ständig, wonach suche ich jetzt? Woran glaube ich? Wer [...]
  • A few words.


    What is most important for me as a playwright is that I am going through a writer’s crisis. I know that something has ended. Certain ways of writing – of expressing myself through writing – have been over-explored. I keep [...]
  • Kosovar theatre as a servile jester


    Not a jester, however, who insolently confronts the king with his bad deeds and weaknesses, but a servile jester. At a writers’ residency of the “Maison d’Europe et d’Orient” in Paris (November – December 2011), I worked on a comedy [...]
  • Das kosovarische Theater als unterwürfiger Hofnarr


    Aber nicht als ein Hofnarr, der dem König seine schlechten Taten und Schwächen frech und unverschämt unter die Nase reibt, sondern als ein unterwürfiger Hofnarr. Während einer Schreibresidenz in der „Maison d’Europe et d’Orient“ im November und Dezember 2011 in [...]
  • TEATRI I KOSOVËS NË ROLIN E PALAQOS


    Është dhjetor, pak ditë para krishtëlindjeve. Paris. Po përpiqem të shkruaj, pavarësisht se tundimi për t’parë secilin cep të Parisit është i madh. I ardhur këtu në një rezidencë shkrimi dymujore të Maison d’europe et d’Orient, përmes një programi të [...]
  • Ein neues Nationaltheater


    Wenn man über die aktuelle Theatersituation hier in Island nachdenkt, dann ist „Risikofreude“ nicht das erste Wort, das einem einfällt. Wir fordern eine Richtlinie, die die Rolle des Nationaltheaters neu definiert. Während der vergangenen Monate wurde viel über die Rolle [...]
  • A new national theatre


    Risktaking is not the first thought that comes to mind when thinking of the current situation in our theatres here in Iceland. Authors ask for a policy that defines the role of the National Theatre in a new way. During the past [...]
  • Die Situation der Neuen Dramaturgie in der Ukraine


    Besonders wurde die Dramatik seit Beginn des 21. Jahrhunderts belebt: so wurde z.B. 2003 ein Dramatikerverband gegründet. Als ich Mitte der 1990er Jahre begann, Stücke zu schreiben, durchlebte die Ukraine eine wirtschaftlich und gesellschaftlich schwierige Zeit des Umbruchs. Nur wenige [...]
  • Dramaturgic situation in Ukraine


    Especially since the beginning of the 21st century, Ukrainian drama has seen a strong surge of activity. When I began writing plays in the mid 1990s, Ukraine was going through a difficult period of economic and social transition. Only very [...]
  • Lost in Revolution


    The new Estonian Theatre and its speechlessness A few years ago, playwright’s theatre became fashionable in Estonia. This may have been because even though quite some years had passed since the singing revolution, or rather Estonia’s escape from the Soviet [...]
  • Notes on theatre 2012


    Berlin’s de-constructivists, Hamlet and the post-dramatic null space in Copenhagen It is the basic task of contemporary playwriting to understand and challenge modern directors‘ theatre. There is, however, a growing alienation between the two, which leads to an equally great [...]
  • Theaternotizen 2012


    Berliner Dekonstruktivisten, Hamlet und der postdramatische Nullraum in Kopenhagen Zeitgenössische Dramatik hat die grundlegende Aufgabe, das moderne Regietheater zu verstehen und herauszufordern. Doch entfremden sich die beiden voneinander, was ebenso einen tiefen Graben zwischen traditionellem und progressivem Theater gräbt. Das [...]
  • TEATERNOTER MOD 2012


    Det er og bliver førstekravet til dramatikeren at skrive den moderne klassiker på linje med Schiller, Brecht eller Marlowe. I mine øjne er dramatikkens grundlæggende udfordring til stadighed at forstå og udfordre det moderne iscenesætterteater, ligesåvel som det er det [...]
  • “Whatever you say, say nothing,


    when you talk about you know what …“ So heißt es in dem Lied. Und das passt zu diesem ganz bestimmten Bild, das wir Iren von uns haben, vom Dienern und Buckeln vor der Obrigkeit. Kümmere dich um deine eigenen [...]
  • “Whatever you say, say nothing,


    …when you talk about you know what …” So the song goes. And it fits a certain forelock tugging, fawning to authority picture we Irish have of ourselves. Mind your own business. Say nothing to no one. Mind your back. [...]
  • Essen versus Kochen


    Das Publikum benimmt sich im allgemeinen wie Gäste in einem Restaurant, die auf ihr Essen warten. Sie wissen alles, sie kennen alles. Ihre Geschmacksnerven sind außerordentlich sensibel. Sie sind wählerisch und anspruchsvoll. Ich habe fast mein ganzes Leben im Theater [...]
  • Eating Vs. Cooking


    All audiences are like guests in a restaurant, waiting to be served. They know everything, they’ve seen it all. Their taste buds are finely tuned. They are picky and demanding. I have spent most of my life in the theatre. [...]
  • I prefer to disappear


    Kleiner Versuch über das Schreiben und das Schweigen 1. Der Künstler verschwindet hinter seinem Werk. Sagt man so. Liest man immer wieder diesen Satz: Der Künstler verschwindet hinter seinem Werk. Also verschwindet der Autor hinter seinem Text. (:-0 Weg ist [...]
  • New paths for itinerant theatre


    … whose system is increasingly endangered by economic forces Theatre in Italy is a travelling theatre: Plays are shown in Rome or Milan for no more than a month, then they tour the cities and villages, for one or two [...]
  • Neue Wege für das Wandertheater


    … dessen System zunehmend von ökonomischen Fakoren gefährdet wird Das italienische Theater ist bekanntlich ein Wandertheater: Die Stücke stehen nicht länger als einen Monat in Rom oder Mailand auf dem Spielplan und ziehen dann durch die Städte und Dörfer, wo [...]
  • Nuove vie per il teatro itinerante…


    … il quale sistema viene sempre di piu minacciato da fattori economici Forse saprete che il teatro italiano è un teatro itinerante. Qui il sistema funziona in questo modo: gli spettacoli stanno in cartellone non più di un mese a [...]
  • Lost in revolution


    Das neue estnische Theater und seine Sprachlosigkeit Vor einigen Jahren kam in Estland das Autorentheater in Mode. Was wohl daran lag, dass seit der singenden Revolution beziehungsweise dem Entkommen Estlands aus dem Sowjet-Bund etliche Jährchen ins Land gegangen waren, sich in [...]
  • Lost in revolution


    Mõni aasta tagasi läks Eestis moodi autoriteater. Asi oli selles, et kuigi „laulvast revolutsioonist“ ehk Eesti pääsemisest Nõukogude Liidust oli möödas juba mitukümmend aastat, ei muutunud meie teatris suurt midagi. Lavastajad lavastasid, näitlejad mängisid ja riik maksis selle nii hästi [...]
  • A language falls victim


    There are many languages in the theatre of Luxembourg – except Luxembourgish. This year’s repertory of the Théâtres de la Ville de Luxembourg includes, plays not only in German, French and English, but also productions in Polish and Dutch – which [...]
  • Opfer Sprache?


    Es gibt viele Sprachen im luxemburgischen Theater – nur kein Luxemburgisch. Die Théâtres de la Ville de Luxembourg haben in dieser Saison nebst Stücken in deutscher, französischer und englischer Sprache auch Produktionen auf Polnisch und Niederländisch auf ihrem Spielplan und es [...]
  • Das widerspenstige litauische Theater 2011


    Zwischen „elitärem“ Unterhaltungstheater und Skandal Am Ende der Sowjetzeit war das litauische Theater zu einer mächtigen Kraft geworden, die unsere verkommene Gesellschaft und das System, in dem wir lebten, von Innen gesprengt hat. Vor zwanzig Jahren brach dieses System zusammen, [...]
  • Pasišiaušęs Lietuvos teatras 2011


    Sovietmečio pabaigoje Lietuvos teatras buvo tapęs galinga jėga, sprogdinančia iš vidaus pūvančią mūsų visuomenę ir sistemą, kurioje gyvenome. Prieš dvidešimt metų sistema griuvo, visuomenė išsilaisvino ir teatras įgavo labiau „elitiškai“ pramoginę funkciją. Žiūrovas nenustojo į jį vaikščioti, buvo džiaugiamasi stipriausių [...]
  • Litmus paper for society


    There are few performances of modern plays in Russia. But the situation is beginning to change. We are ready to speak about ourselves. Unfortunately, the situation with modern drama in Russia is very clear. I write “unfortunately” because till now there are only [...]
  • Lackmuspapier für die Gesellschaft


    Zeitgenössische Theaterstücke finden mittlerweile Eingang in alle Theaterinstitutionen und das bedeutet, dass wir allmählich bereit sind, über uns selbst zu sprechen. Die Situation des Modernen Dramas in Russland ist leider eindeutig. Ich schreibe „leider“, weil bis jetzt nur sehr wenige [...]
  • Die Rückkopplung mit dem Realen in zeitgenössischen dramatischen Texten


    Als wir 2001 den Zusammensturz der Zwillingstürme in New York erlebten, waren wir uns bereits bewusst, dass die auf moderne Technologien gestützte Kommunikation dazu beitrug und weiterhin beiträgt, ein schnelles Fluidum von Bildern zu erzeugen, die in unserem Bewusstsein den [...]
  • La reconexión con lo real en los textos dramáticos contemporáneos


    Cuando en 2001 presenciamos el hundimiento de las torres gemelas de NY, ya éramos conscientes que la comunicación, asociada a las nuevas tecnologías, tendía –tiende aún- a producir un flujo acelerado de imágenes que mezclan en nuestra consciencia el suceso, [...]
  • spicery


    On the stage of the old, gold-trimmed theatre, we see a modern, steelblue kitchen and a philosophical argument between two chefs. One of them is raging on, screaming his heart out, every other word that crosses his lips is an [...]
  • Gewürze


    Auf der Bühne des alten, goldverzierten Theaters ist eine moderne, stahlblaue Küche und ein philosophischer Streit zwischen zwei Köchen zu sehen. Der eine möchte sich bei der Herstellung der Gerichte stets von der unvorhersehbaren Vielfalt der Natur und ihrer Produkte [...]
  • The Albanian General in Belgrade


    On December 4, 2009, “The General of the Dead Army” was presented in Belgrade. This play is based on a novel by Ismail Kadare and was staged by the Bosnian-Albanian director Dino Mustafic. Before that, I had adapted it for [...]
  • Der albanische General in Belgrad


    Am 4. Dezember 2009 wurde in Belgrad „Der General der toten Armee” präsentiert. Das Stuck basiert auf dem Roman von Ismail Kadare und wurde vom bosnisch-albanischen Regisseur Dino Mustafić inszeniert. Ich hatte ihn für das Albanische Theater in Skopje adaptiert. [...]
  • Yes. – No. Yes. – No. Yes. – No.


    Ja – son! Medea calls subsequently. Jason! She shouts again, as Jason and Medea do not agree on this decision. And how could they? – He made it all by himself. This is the way it will be, he said [...]
  • Punkt aus.


    So. Ja. So. Ja, so konnte es beginnen. Jason, zum Beispiel, trifft eine Entscheidung. Ja, so konnte es beginnen, das Unheil. (Dabei war doch alles noch so schon grade…) Jason trifft eine Entscheidung. So. Ja. So. Ja – son! Ruft [...]
  • But why would Budapest cease to stick to this restless order


    Damn the law, beat policemen, chase away the homeless from their cardboard worlds, knock over the plates of beggars, sell drugs, sell contaminated drugs, understand the beats of your heart that are even darker than this, beg for the love [...]
  • Unruhe und Ordnung in Budapest


    Steig hinab in die Unterführungen, übernachteauf den Bahnhöfen, leg dich an inden Ghettos der Vorstadt, höre, wie die Stadt atmet, wie sie sich voller Schuld im Bett windet, im Schlaf ächzt und schreit.Heirate Prostituierte, schließe Pakte der Brüderlichkeit mit Taschendieben, [...]
  • 212 minutes of the sounds of Sarajevo


    In 1977, the spacecraft Voyager was launched into outer space equipped with a golden data disk. In 55 languages, it sent out a message for extraterrestrial ears. This means that, among other things, 90 minutes of music have been drifting [...]
  • Zweierlei Maß


    Im Jahre 1977 wurde die Raumsonde Voyager ins Weltall geschickt, und an ihr war eine goldene Datenplatte angebracht, quasi eine Flasche, mit einer Nachricht, die an intelligente Wesen aus anderen Galaxien gerichtet ist. Carl Sagan war gemeinsam mit einer Gruppe [...]
  • EESTI TEATER 100!


    Aastaid tagasi kutsuti mind Bangladeshi filmfestivalile. Ausalt öeldes ei olnud mul eriti isu minna. Tundus kuidagi kauge ja hirmuäratav. No mida asja, mõtlesin ma, on sinna otsida. Samas on Bangladesh on bengalite riik,  bengalite hulgast pärineb suuri luuletajaid. Näiteks Tagore. [...]
  • What was I about to say?


    All kinds of things are happening in Estonia. The jails are full. There are drug addicts and alcoholics everywhere. The Estonians are at odds with the Russians, the people are hounded by unemployment, the state is writhing in crisis, but [...]
  • Das estnische Theater ist 100!


    Vor Jahren wurde ich zu einem Filmfestival nach Bangladesh eingeladen. Um ehrlich zu sein, ich hatte keine große Lust zu fahren. Es kam mir irgendwie zu weit weg und bedrohlich vor. Was zum Kuckuck, dachte ich, habe ich da zu [...]
  • Literature happens (usually in passing)


    … a sheet of white paper, on the other hand, holds all possibilities in its simplicity. Perhaps that is what makes it so difficult to begin. The author knows that every written word means a limitation. Even the most successful [...]
  • Literature happens (zumeist im Gehen) …


    das weise Blatt hingegen enthalt in seiner Einfachheit (und Perfektion) alle Moglichkeiten. Vielleicht macht gerade das den Anfang so schwer. Der Autor weis, dass jedes geschriebene Wort eine Einschrankung bedeutet. Auch der gelungenste Text wird im Vergleich zur Vollkommenheit des [...]
  • In every story, there has to be a secret


    As a young author, Tankred Dorst felt like the lord of his stories. He once told me about Peter Zadek, who staged one of his plays in 1962: When Zadek picked him up from the airport and drove him to [...]
  • Wer führt wen, wer sucht wen?


    Der mährische Schriftsteller und Dramatiker des beginnenden 20. Jahrhunderts Jiří Mahen schrieb im Vorwort seines Buches Gans an der Leine: “Ein Mensch nahm eine Gans und band sie an eine Leine. Da trat die Gans vor und nahm den Menschen [...]
  • Kto koho vedie, kto koho hľadá?


    Moravský spisovateľ a dramatik zo začiatku 20.storočia Jiří Mahen v predslove ku svojej knižke Husa na provázku napísal: „Vzal člověk husu i uvázal ji na provázek. Vykročila husa a vzala člověka na provázku. Pojď!“ Spomenul som si na Mahena a jeho [...]
  • I know your stereotypes, because I have them, too.


    When you write prose, you can ignore your readers. But ignoring the audience in a theatre would be unimaginable; you can only manipulate them. That is why the style of my plays is made up of the following components: me, [...]
  • Ich bin Du


    Der zeitgenossische Künstler versteht, dass er zu einem Menschen spricht, der eine riesige Menge an Informationen im Kopf hat. Es gibt keinen „reinen“ Schriftsteller mehr, weil es keinen „reinen“ Leser mehr gibt. Es ist kaum vorstellbar, dass Dein Leser zusammen [...]
  • At the heart of the crisis


    But the world has always had elements of the Theatre of the Absurd, which makes artistic efforts to “reconcile” it seem rather absurd. At the heart of the crisis lies our striving to construct an intellectual superstructure with which the [...]
  • Gedanken zu meiner Bearbeitung und Inszenierung der „Sommergäste“


    Engagement misst Gutes und Schlechtes mit intellektuellen und moralischen Fragen. So war es unvermeidlich, nach der heutigen Kraft des Engagements zu fragen. Was die Ubereinstimmung der gesellschaftlichen Kontexte zu Beginn des 20. Jahrhunderts und des unseren angeht – sie ist [...]
  • I was nineteen years-old


    when I became a part of the author milieu. I was thrilled by its free spirit, its heresy, its opposition to the regime. The Latvian Authors Association was a strong force in the seventies and eighties, it played a leading [...]
  • Ich war neunzehn Jahre alt,


    als ich ins Schriftstellermilieu geriet. Es begeisterte mich mit seinem freien Geist, seinem Ketzertum, seiner Opposition gegenüber dem Regime. Der Lettische Schriftstellerverband stellte in den 70er und 80er Jahren eine große Kraft dar, er hatte eine Führungsrolle auf dem Gebiet [...]
  • The translation process


    I can best understand the translation process when I imagine the similar relationship between instruments, a composition and a music performance. The author “plays” her composition on her instrument, such as a violin. The translator comes in with his instrument, [...]
  • Vom Übersetzen


    Als Autorin verstehe ich den Übersetzungsprozess am besten, wenn ich ihn mir in Verwandtschaft zum Verhältnis von Instrument, Komposition und Musikaufführung vorstelle. Die Autorin „spielt“ ihre Komposition auf ihrem Instrument, sagen wir, auf der Geige. Der Übersetzer kommt mit seinem [...]
  • Kuvitelmia kääntämisestä


    Minulla on lapsellisen selkeä haave siitä, millaista toivoisin kääntäjän ja kirjailijan yhteistyön olevan: sellaista kuin Linn Ullmanilla ja Sarah Deathilla. Yhdessä he muuttavat rakenteita, sanajärjestystä, vaihtavat lauseiden, jopa kappaleiden järjestystä – ”Yksin en ikinä tekisi sitä, mutta kirjailijan luvalla kaikki on [...]
  • they long for something to identify themselves with


    Since the fall of its communist dictatorship, Albania has begun to approach modern theatre. Before, theatres were forced to adhere to pre-approved dramatic models. Apart from the typical utopian imagery that communistic mythology propagated, the drama of “social realism” also [...]
  • Auf der Suche nach dem vergessenen Pfad


    Seit einigen Jahren, seit dem Fall der kommunistischen Diktatur, ist man auch in Albanien in Richtung modernes Theater unterwegs. Bis zu den 90er Jahren folgte man nur den erlaubten dramatischen Modellen, nennen wir sie „traditionell“, mit überwiegend geradlinigen Handlungssträngen, die [...]
  • Manchmal hat man den Eindruck, Schreiben macht Sinn.


    Luter: Aschenkinder [Kopciuch] hast du 1979 geschrieben, als du nach England und von dort dann in die Staaten gegangen bist. Wurde Aschenkinder schon in Polen gespielt? J. G.: Ja, wir bekamen sehr schlechte Rezensionen. Luter: Vielleicht, weil das Stück als [...]
  • Chwilami się wydaje, że pisanie ma sens.


    Luter: Zmieńmy temat. Kopciucha napisałeś w 1979, kiedy jechałeś do Anglii, a potem do Stanów, Kopciuch był już grany w Polsce? J.G.: Tak, wystawiono go w Szczecinie, a później Kazio Kutz go zrobił w „Powszechnym”. Dostaliśmy bardzo złe recenzje. Luter: [...]
  • Nur ein Genie kann uns retten


    Unser Theater wird immer mehr zu einem Bastard und damit ist es zur einer Missgeburt verurteilt Herr Boytchev, in dieser Spielzeit gab es mehr als 10 neuen Premieren von Ihren Stücken im Ausland. In Bulgarien werden sie aber seit Jahren [...]
  • Само гений може да ни оправи


    Събота, 6 декември, 2008 Театърът ни става все по-кръвосмесителен и е обречен на израждане -          Г-н Бойчев, този театрален сезон по сцените в чужбина се появиха 10 нови премиери на ваши пиеси. В афиша на българския театър обаче от години ви няма. [...]
  • Only a genius can help us


    Our democracy is like our communism – it doesn‘t work. No matter who is in power – nothing changes. When a system is decrepit, you can‘t expect any “good czars.” Only a genius can help us, like Ataturk in Turkey. [...]
  • Der Loser


    Ich habe nie ein Pferd bestiegen Ich habe nie Deutsch gelernt Ich habe nie eine Schlange verspeist Ich habe nie den Koran gelesen Ich bin nie Drachen geflogen Ich habe nie einen Löwen geschossen Ich habe nie den Mont Blanc [...]
  • Oh brother,what a loser!


    I have never mounted a horse/ I have never learned German/ I have never eaten a snake/ I have never read the Koran/ I have never made love to a man/ I have never tried heroin/ I have never seen [...]
  • LUZER


    Nisem zajahal konja/Nisem se naučil nemščine/Nisem snedel kače Nisem prebral Korana/Nisem poletel z zmajem/Nisem ustrelil leva Nisem splezal na Mont Blanc/Nisem se ljubil z moškim/Nisem poskusil heroina Nisem se vozil s transibirsko železnico/Nisem videl angela/ Nisem imel koncerta v hali [...]
  • Wurden sie nie zum KGB gerufen?


    In einigen Teilen ihres Werkes nennen sie sich “blind” im Bezug auf die kommunistische Ideologie, da sie sich mit dem System identifiziert haben, und viele kommunistische Gedanken teilten. Ich stand der kommunistischen Idee der sozialen Gerechtigkeit und der Gleichheit zwischen [...]
  • Aţi fost chemat în vreo anchetă la KGB?


    În privinţa ideologiei comuniste, spuneţi în mai multe pagini că eraţi cumva orbit, că v-aţi identificat cu sistemul, aţi fost gînd la gînd cu sistemul. Îmi era foarte dragă ideea comunistă cu această echitate socială, cu dreptate, cu egalitate între [...]
  • Perestroika shaped me.


    I became aware of my hatred for the system before 1985. But I still had a lot of problems with myself as an individual. I felt torn, I didn‘t believe in anything or anyone anymore.I was incapable of love, I [...]
  • Dolls Collection


    Far away an ocean island, country without men and wives Who looks for it, cannot find it, undisclosed to human eyes There we live alone and lonely, godforsaken, empty dolls Collected all over the world, some of us hot, some [...]
  • Frauen und Puppen


    (Auszug, S. 52/53) (Frau 4 stürzt sich auf Frau 3 und beginnt, sie zu schlagen. Nach und nach kommen auch die anderen Frauen dazu und prügeln sich Hals über Kopf. Frau 1 schlägt sogar eine der Puppen und Frau 5 [...]
  • “The director is responsible for everything”


    Under the motto “the director is responsible for everything,” he is viewed as superior to the drama, which “is merely the reason for a production,” and above the art of performance, because “actors are merely clay waiting to be molded [...]
  • Das Theaterquadrat


    Für mich ist es eine große Ehre, an der Arbeit des bekannten und angesehenen Wiesbadener Festivals teilzunehmen. Theaterfestivals ermöglichen ihren Teilnehmern und Zuschauern, einige Tage lang die frische Theaterluft zu atmen, die diese bemerkenswerte Stadt erfüllt, ihre Eindrücke auszutauschen, Probleme [...]
  • «Театральный квадрат»


    Для меня большая честь принимать участие в работе известного и престижного Висбаденского фестиваля. Театральные фестивали дают возможность его участникам и зрителям несколько дней дышать свежим театральным воздухом, наполняющим этот замечательный город, обмениваться впечатлениями, обсуждать проблемы. Об одной из них я [...]
  • There’s a funny thing happens when you make a piece of theatre


    There’s a funny thing happens when you make a piece of theatre.  In fact, it’s something of a paradox.  As a theatre maker, you try to make every gesture, every word and every move as specific and as concrete as [...]
  • War ich selbst vielleicht ein Agent der Globalisierung?


    In den 90er Jahren hat Großbritannien eine neue Generation von Dramatikern hervorgebracht. Obwohl wir das damals nicht gleich erkannten, war dies ein perfektes Timing für eine neue Gruppe von Theaterautoren, um sich als internationale Macht zu manifestieren. Zum ersten Mal [...]
  • Solidarität mit dem Schauspielhaus Wuppertal


    Wuppertal, die Stadt der Else Lasker-Schüler, in der ganzen Welt bekannt durch das Theater der Pina Bausch, die Stadt, der ich einige unvergessliche Theatererlebnisse verdanke. – Es erschüttert mich, dass sich diese Stadt den Luxus leisten will, sein traditionsreiches Theater [...]
  • Kunst ist ein Hauptgericht


    Vor kurzer Zeit erschien in einer deutschen Zeitung ein Artikel, der uns Griechen nahe legte die Akropolis zu verkaufen um unseren Bedarf and Krediten zu kürzen. Ich hielt es damals für einen schlechten Scherz. Nun, da das Land Nordrhein-Westfalen das [...]
  • Do they really need someone to make a caricature of them?


    I am often asked why I do not write political satire. This question is not only asked of me, but of all the other authors in my country as well. Ever since ancient times, presenting satirical caricatures of the representatives [...]
  • Brauchen sie denn wirklich einen Dritten, der sie karikiert?


    Oft werde ich von Freunden, Bekannten und Theaterleuten gefragt, warum ich nicht mal eine politische Satire schreibe; zumal ich mich in der Vergangenheit schon mit einigem Erfolg daran versucht hatte. Diese Frage ist freilich nicht nur an mich allein gerichtet, [...]
  • Δύσκολοι καιροί για συγγραφείς. Πραγματικά δύσκολοι. Ή μήπως όχι;


    Συχνά με ρωτούν φίλοι, γνωστοί, άνθρωποι του θεάτρου: «Γιατί δεν γράφεις μια πολιτική σάτιρα;» Είχα γράψει μερικά πράγματα στο παρελθόν με κάποια σχετική επιτυχία. Η ερώτηση αυτή φυσικά δεν απευθύνεται μόνο σε μένα.  Απευθύνεται και  σε άλλους συγγραφείς της χώρας [...]
  • Cartography


    A dramatic text can, if you will, be compared to a map. Or even better, to a so-called “Wegkroki,” a route planner. It is meant to be incomplete, but the information that it does give provides an exact description of [...]
  • Kartografie


    Ein dramatischer Text kann, wenn dies gewünscht ist, mit einer Landkarte verglichen werden, besser noch mit einem so genannten Wegkroki*. Es soll unvollständig sein, jedoch dort, wo es Angaben macht, genau in der Bezeichnung der Bezugspunkte im Gelände. Das theatrale [...]
  • This crisis is just not normal


    Between the Theatre-Biennales 2008 and 2010 there was a financial crisis. Our governments were only able to halt it by pumping billions of the tax payers’ money into the banks. That is like telling people: “You have to help out [...]
  • Krisenmanagement


    Zwischen der Theaterbiennale von 2008 und der diesjährigen liegt eine Finanzkrise, die nicht nur das Leben der Europäer, sondern auch die Fundamente des globalisierten Finanzsystems erschüttert hat. Die Regierungen konnten die Krise nur dadurch bremsen, dass sie Milliardenbeträge aus den [...]
  • Neither playwright nor director


    When I work on a production that is based on one of my texts, I am neither playwright nor director. Of course, I have the structure of the play in my head when I’ve written it, but, for me, a [...]
  • Weder Dramatikerin noch Regisseurin


    In dem Moment in dem ich eine Inszenierung entwickele, der mein Text zugrunde liegt, bin ich weder Dramatikerin noch Regisseurin. Ich habe zwar die Struktur des Stückes schon im Kopf, wenn ich ein Stück schreibe, doch für mich ist der [...]
  • Îmi place această libertate de a intreveni în spectacol pe care mi-o oferă statutul de autor.


    Atunci cînd creez spectacole avînd la bază scenarii scrise de mine, nu mă consider nici dramaturg, nici regizor, ci autor. Pe de o parte, atunci cînd scriu scenariul am deja în minte structura spectacolului. Pe de alta, scenariul meu este [...]
  • Die Unterschiede bilden die Oberfläche


    Man sagt, Bühnenwerke reisen nicht gut, sie seien zu ortsgebunden. Bei einem Dramatiker aus einem kleinen Sprachgebiet treten alle Für und Wider des lokalen Dramas besonders zu Tage. Überall in Europa stellen die Dramatiker ihre unmittelbare Umgebung mittels Interpretation, Analyse, [...]
  • Our play has become our reality.


    Our play has become our reality. A true fiction. Some of us thought that we should branch out and produce our own play on the world stage. Most of us didn‘t want to take part and felt the whole idea [...]
  • Wie viel Recherche braucht ein Text?


    Vor mehr als hundert Jahren berichtete Oscar Wilde mit offensichtlicher Erheiterung – und seiner wie üblich kalkulierten Provokation – über die Arbeitsweise des Romanciers Émile Zola. Der große Naturalist verbrachte, wie Wilde festgestellt hatte, Monate beim Recherchieren für jeden neuen [...]
  • Open letter


    The four artistic directors of our theatres commended the fact that Belarus had become dominated by native drama as it came to comprise 25% of all playlists – an amount never before thought possible. We, the Belarusian authors, living and [...]
  • Briefe an den Minsker Freund


    Vor kurzem ereignete sich in Weißrussland eine, für unser politisches System, seltene öffentliche Diskussion in Form einer Liveübertragung des Staatssenders ONT. Regie und Dramatik, die in Weißrussland zwei unvereinbare Naturgewalten sind, stießen aufeinander. Es war eine Schlacht… Als Ergebnis dieser [...]
  • ПИСЬМА МИНСКОМУ ДРУГУ


    Недавно в Беларуси случилась редкая для нашей политической системы публичная дискуссия в прямом эфире главного белорусского канала ОНТ. Сошлись две непримиримые в Беларуси стихии – режиссерская и драматургическая. Была битва… По результатам этой дискуссии я опубликовал открытое письмо самому влиятельному [...]
  • The duty of theatre


    I do not believe that it is the duty of theatre to give Europe an identity such as the one that led to the formation of the modern state in the late 19th and early 20th centuries. I also do [...]
  • Perplexität und Perspektive im zeitgenössischen Drama


    Meine Beziehung zur Biennale begann im Jahr 2000. Im Rahmen des Forums junger Autoren Europas gab es eine kleine Lesung aus meinem Stück „Suite“.  Es war ein absolut geheimnisvolles Stück, das mit den Mechanismen der Ambiguität zwischen Wirklichkeit und Fiktion [...]
  • Perplexité Et Perspective Dans Le Drame Contemporain


    Ma relation avec la Biennale date de l’année 2000. Il y a eu une petite lecture d’une partie de ma pièce Suite dans le contexte des ateliers organisés pour les jeunes auteurs européens. C’était une pièce absolument énigmatique, qui jouait de [...]
  • Raume für die Phantasie


    Filme basieren auf Büchern, Theaterstücke basieren auf Filmen – wo gibt es noch originelle Stücke? In Wiesbaden, hoffe ich. Übrigens mag ich eigentlich das kommerzielle Theater nicht so sehr, das es weltweit immer mehr gibt. Und wenn ich z. B. [...]
  • Of course, there are always exceptions here and there


    My own plays have suffered immensely from too elaborate ornamentation in production. The last time, for “Travel Perhaps” in The Hague, was the worst. The best was at Artistas Unidos for “The Nothing Factory” in Portugal. When I asked the [...]
  • On Stories


    All living creatures are born with a survival instinct. In order to survive spiders spin webs. In order to survive humans spin stories – about who they are, where they come from and where they are going. For us there [...]
  • Kunst und Staat


    Ich sehe einen sehr deutlichen Zusammenhang zwischen den berüchtigten Mohammed-Zeichnungen aus meinem Land und der europäischen Krise in der Behandlung des Politischen in der Kunst – auch im Theater. Lassen Sie mich es kurz vertiefen: Die schrecklichen Mohammed-Zeichnungen decken den [...]
  • KUNST OG STAT


    Jeg ser en meget tydelig forbindelse mellem mit lands berygtede Muhammed-tegninger og så den europæiske krise i kunstens- herunder teatrets- behandling af det politiske. Lag mig kort uddybe: De skrækkelige Muhammed-tegninger afslører selvbedraget i en række samfund, som ofrer evnen [...]
  • Art and Politics


    I see a correlation between the notorious Danish Mohammed caricatures and the European crisis in the way in which art deals with politics – even in theatre. The problem: Cultural power is the central power in modern Western society. It is [...]
  • too big to fail


    Wieso finden wir, die wir beispielsweise einer künstlerisch und intellektuell anregenden Arbeit nachgehen, uns eigentlich damit ab, dass in entscheidenden Gesellschaftsbereichen die Definitionsmacht Menschen überlassen wird, die immer wieder zeigen, dass sie von dem, was sie tun, keine Ahnung haben? [...]
  • Tør vi ikke?


    Hvordan kan vi som jobber med for eksempel kunstneriske og intellektuelt stimulerende oppgaver, finne oss i at definisjonsmakta på det mest sentrale samfunnsfeltet overlates til noen som igjen og igjen viser at de ikke eier begreper om hva de holder [...]
  • too big to fail


    Last autumn the US Federal Reserve coughed up a total of 85 billion dollars in emergency aid for AIG, meanwhile that amount has increased to 180 billion. The ‘New York Times’ commented: “The problem is people are operating in a [...]
  • Laboratorio Italia


    Italy seems to be in a state of sleepwalking. Overrun by – untypical – xenophobia, it follows a whacked out billionaire, who gloats about his roguery and has turned lying into a common political convention. What at first appeared to [...]
  • Qui Laboratorio Italia


    Non è un momento felice per il mio Paese. Ancora una volta nella sua storia, l’Italia sembra sonnambula. Attraversata da un’ondata di xenofobia che non le appartiene, corre dietro a un miliardario delirante, che fa della canagliaggine un vanto e [...]
  • Laboratorium Italien


    Es ist kein glücklicher Moment für mein Land. Wie schon öfter in der Geschichte, scheint sich Italien wieder einmal in einem Zustand der Schlafwandelei zu befinden. Überrollt von einer – eigentlich untypischen – Welle der Fremdenfeindlichkeit, läuft es einem ausgeflippten [...]
  • Holding the mirror up to the world


    Theatre functions like a mirror, says Hamlet. A mirror able to look into the past and dream of the future. And while we have been holding this mirror up to the world for centuries – we who hold it and, [...]
  • Blick in den Spiegel


    Das Theater hält den Spiegel, sagt Hamlet. Einen machtvollen Spiegel, der in die Vergangenheit sieht und die Zukunft träumt. Einen Spiegel, der sich einbildet, niemals zu lügen, niemals zu trügen, und der, wenn er trügt, die Wahrheit sagen will. Und [...]
  • Kazalište drži ogledalo


    Kazalište drži ogledalo, kaže Hamlet. Moćno ogledalo koje zaviruje u prošlost i sanja budućnost. Ogledalo koje sebi umišlja da nikada ne laže, nikada ne vara, pa i kada vara ono to radi samo da bi reklo istinu. I dok guramo [...]
  • Entertainment and education


    When it comes to the program of the Biennale, the festival’s parents have always known how to provide the best conditions for making an aesthetic impact and an attack on intellect: Each play poses a creative conflict with the next. [...]
  • Alles Und Viel


    Als ich Anfang der 90er Jahre erfahren hatte, dass in Deutschland ein Festival der modernen Dramatik initiiert wurde, dachte ich sofort „Rechtzeitig!“. Das Theater tat sich damals schwer. Es zeichnete sich eine Krise ab, keine Krise des Theaters an sich, [...]
  • ВСЁ И МНОГО


    Когда в начале девяностых годов прошлого века я узнал, что в Германии задуман театральный фестиваль, посвященный именно пьесе, я сразу подумал — «Вовремя!» Театру тогда было трудно.  Наметился кризис, не театра как такового, а свежих сценических находок, новшеств, изобретений, которые [...]
  • Education, social welfare, state


    Theatre must legitimize its existence, get involved in society and be committed to reaching out to people. There are many ways to do this, and such involvement can lead to the most diverse of theatrical approaches. However, I also see [...]
  • Pflege, Schule, Fürsorge? Über meine Zukunft als Dramatiker


    Für Dramatik und das Theater interessieren sich immer weniger Leute, nicht wenige, aber weniger. Das ist eine Tatsache, was auch sonst alle sagen mögen, und künftig werden es sogar noch weniger sein. Es gibt so viele andere Dinge, die man [...]
  • Vård, skola, omsorg ? om min framtid som dramatiker


    Jag har blivit ombedd att skriva ett par ord om vad jag tror om framtiden, som dramatiker, och om den tror jag så här. Själva ordet dramatiker låter så gammaldags, som man var ålderman i en stenåldersby. Frågan är om [...]
  • dead men’s plays


    If you fly into Dublin with the sorry shadow of our former national airline, woven into the upholstery of your seat are quotations from O’Casey, Joyce and Yeats.  How civilized. Then you pass through the terminal and quotations from Irish [...]
  • The Noughties


    The repression and pessimism that prevailed in the 80s gave way to the ability to fathom polyphony and freedom in the 90s. However, the 90s brought with them just as many irritations as they did pluralities. The same was true [...]
  • Özen Yula`s “Alouer” in Florence


    There was a staged reading of my play “For rent” (Alouer) in Italy / Florence on the February 2009. This link is for that. http://blog.firenze-online.com/eventi/2580/affittasi-di-ozen-yula-al-teatro-di-rifredi/
  • Saison de la Turquie en France


    news about the publishing of my book and its staged readings in France: http://www.belleville-village.com/spip.php?article1781 la première pièce traduite en français de Özen Yula. http://editions.espaces34.free.fr/espaces34_livre.php3?id_article=262
  • la première pièce traduite en français de Özen Yula.


    There is also another news about the publishing of my book and its staged readings in France (Montpellier, Avignon, Paris, Lyon).  9th of  November 2009. la première pièce traduite en français de Özen Yula. http://editions.espaces34.free.fr/espaces34_livre.php3?id_article=262
  • AY TEDİRGİNLİĞİ / Theatre Duru in Istanbul


    You can still see  my play AY TEDİRGİNLİĞİ / Mondverwirrung  that I directed at Theatre Duru in Istanbul: http://www.durutiyatro.com/aytedirginligi.html There is this link about the play at NTVMSNBC but it is also in Turkish. But a good review by Fulya [...]
  • Özen Yulas Schauspiel “Ein Ort mitten auf der Welt” vom “Club Tiyatro Frankfurt”


    My Play  “A Place in the Middle of the World” staged by Turkish theatre group “Theatre Frankfurt” at the newspaper. http://www.main-spitze.de/region/kultur/lokale-kultur/7793042.htm
  • 2000ler mi?


    1980’in baskısı ve karamsarlığı, 1990’da çokseslilik ve özgürlük sorgulamalarına bıraktı yerini. Ama 1990’lar çeşitlilik kadar kafa karışıklığını da getirdi. Şizoid zamanlardı. Farklı zamanlar, eşyalar, devrin insanları bir arada, iç içe. Tiyatro ve edebiyatta da benzer bir durum vardı. Bütün zamanlar [...]
  • Die Nullerjahre?


    Repression und Pessimismus, wie sie seit 1980 vorherrschten, wichen 1990 dem Ausloten von Vielstimmigkeit und Freiheit. Die 1990er brachten allerdings ebenso viele Irritationen wie Pluralität. Eine schizoide Zeit war das. Unterschiedliche Zeiten und Dinge wie auch in unterschiedlichen Zeiten verortete [...]
  • Moderne Tragödie


    Griechenland und seine Bürger sind heillos verschuldet, weil sie die „Kultur der Armut“ gegen Gier eingetauscht haben. Wir brauchen das Verständnis dafür, dass Geld den Menschen dienen muss”, sagte Bundespräsident Horst Köhler in seiner Weihnachtsansprache. Ich fragte mich ob der [...]
  • A new play based on very old material


    Sorry, but this has to be in German… Der gute alte Parzival-Stoff ist Grundlage meines Stückes “Human Being Parzival”, das am 12. Januar in Wien in Rabenhof-Theater Premiere hat. Eine Fassung für Jugendliche ab 11 Jahren. Nähere Informationen unter www.rabenhof.at [...]
  • Guten Tag


    Hello everybody, today it is my first appearance in the blog. I will try to let some follow
  • Pourquoi le théâtre?


    Le théâtre est une deuxième chance donnée à l’écriture. La première chance est le livre, la deuxième est le plateau de théâtre. Je pense toujours en ces termes. L’écriture destinée au théâtre a sa part littéraire et sa part physique. [...]
  • Why theatre?


    Theatre offers written work a second chance. Its first chance is a book, the second is a theatre stage. A text written for the stage has both a literary and a physical part. The latter does not necessarily have to [...]
  • Es war und ist einmal


    In der langen Nacht, in der vieles verboten war, beherrschte das Vergangene die Bühne. Die glorreiche Geschichte und die alten Könige waren Mythen, um Bestehendes zu verherrlichen, aber auch Masken, um Gegenwärtiges durchscheinen zu lassen. Unter dem Gewand des Absurden [...]
  • Der junge Regisseur


    Ein Titan. Trägt auf den Schultern das Himmelszelt, lebt für die Kunst. Das zeigt sich mitunter daran, dass er seinen Assistenten in den Wahnsinn treibt, die Entwürfe des Bühnenbildners täglich heulend zerreißt und darum bittet, man solle ihn nicht demütigen. [...]
  • Der alte Regisseur


    In der Symbolik wird er mit einer weißen Wodkaflasche vor silbernem Hintergrund dargestellt, keiner weiß warum. Stücke liest er nicht, eigentlich hat ihn noch nie jemand lesen sehen, seine Bekannten meinen, er kann es gar nicht. Den Text des gerade [...]
  • Die nomadische Dramaturgie


    Mir gefällt es, eine Muttersprache wie eine Fremdsprache zu sehen, eine Sprache, die man besucht, nicht als Tourist, sondern als Reisender. Ein Reisender ist immer schwach, da er von außen kommt, gleichzeitig ist er aber auch stark, da er unvorhersehbar sein [...]
  • reality, and the author‘s perception of it


    The Aristotelian approach consists of deriving a general model from a stage play in order to be able to analyze it and codify the dramaturgical system contain therein – a kind of template, which an author may use for future [...]